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Jupiter Jones melden sich eindrucksvoll zurück

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Geschrieben von: Thomas Schmidt   
Samstag, 19. März 2011 10:21
Nach 2 Jahren der musischen Abstinents sind die Jungs aus der Eifel endlich wieder da, mit ihrem  selbstbetitelten Album "Jupiter Jones". Die Vergebung des Bandnamens für ein Album sollte wohl überlegt sein und ist für viele Bands ein großer, wichtiger Schritt. Und auch der neuen Scheibe der Band merkt man ihr vernünftiges Alter an. Jupiter Jones scheinen endlich ihren Sound gefunden zu haben.

 

Und das gilt nicht nur für die immer öfter verwendeten digitalen Sounds, die Gitarrenfilter oder das Schlagzeug. Auch Sänger Nicholas hat sich stimmlich unglaublich weiterentwickelt. Vielleicht nicht so sehr im Vergleich zu"Holiday in Catatonia", aber auf längere Distanz gesehen einfach super!

 

Das Intro "Ansage" kommt mächtig daher, denn laut eigener Aussage wollten die Jungs mal "ein richtiges Metal-Intro". Gelungen. Diese Rauheit behalten sie auch im zweiten Track "Hey! Menetekel" bei. Harter Sound, Gangshouts und ein großartiges Gitarrensolo. Die Shouts zwischendrin erinnern ein wenig an die alten Beatsteaks. Aber sei's drum: Track 2 rockt richtig und ist super platziert. Das sie auch anders können bewies die Band ja auch schon im Vorfeld mit der bereits veröffentlichten Single "Still". Zwar erinnert sie ein wenig an "Nordpol/Südpol" vom vorherigen Album (Duett mit einer Sängerin im Refrain, Liebe als Leitthema,...) doch auch die leisen Töne dürfen ja auf keinem Jupiter Jones Album fehlen.

 

Herzschmerz, große Gefühle und Streicher im Hintergrund. Ein sehr schöner Song. Aus dem wird man dann aber von "Alter Mann wo willst du hin" unsanft herauskatapultiert. Schöne Breakbeats, eine sich durchziehende, dreckige Bassline und gewohnt gehaltvolle Texte der Eifeler.  Auch "Sonne? Scheint!" weiß zu gefallen. Besonders textlich. Gestorben wird woanders, wir tun ja schon was wir können, aus einer Selbstverständlichkeit heraus besitzen wir alle unser Eigenheim. Doch dann kommt die gewaltige Passage: "Vater Mutter bin ich blind, oder will ich nur nicht sehn? Nebenan verrecken Menschen, mit jedem Atemzug ein neuer. Und wir spenden wo wir können unser Friede ist was wert. Vater, Mutter hier läuft irgendwas verkehrt!" Keine neue Erkenntnis, aber trotzdem direkte Texte und stimmige Gedanken. Sehr schön baut sich in diesem Song auch die mehrstimmige Bridge auf.

 

Wer sich mit der Band beschäftigt hat, kennt sicher auch die Ballade "Jupp" aus dem Album "Raum um Raum". Ich will nicht zu viel verraten, aber mit "Hier Oben(...Jupp)" liefern Jupiter Jones eine Vorgeschichte zu dem Stück ab.

Alles in allem wiedermal ein sehr gemischtes Album, mit vielleicht etwas zu viel Wehmut, macht textlich weniger Spaß als "Holiday in Catatonia", da vieles bedrückend daher kommt. Doch musikalisch hat man trotzdem seinen Spaß. Denn Jupiter Jones sind angekommen und betiteln ihr viertes Studioalbum zurecht selbstbewußt mit dem Namen ihrer Band.

 

Interessante Links:
Jetzt Tickets für die Tour besorgen
Jupiter Jones im Interview
Holiday in Catatonia

 

Foto: © Sony Music

 
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