Daniel Schuhmacher im Interview |
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| Geschrieben von: Sabine Scolasti |
| Donnerstag, 30. September 2010 19:20 |
Der DSDS-Gewinner veröffentlichte vor Kurzem sein zweites Album mit dem Titel „Nothing To Lose“. Dieses Album besticht durch seine einzigartige Vielseitigkeit und durch einen sehr reifen Daniel Schuhmacher. Deinara Soundcheck hatte die Gelegenheit Daniel ein paar Fragen zu stellen.
DSC: Wie hast du dich gefühlt, als du DSDS gewonnen hattest? Von mir fiel der ganze Stress ab, der sich in den Monaten angesammelt hatte. Ich hatte nie mit dem Sieg gerechnet, nicht einmal im Finale, daher war ich auch total perplex. Aber so eine Show zu gewinnen hat mich sehr stolz gemacht und macht es immer noch.
DSC: Was unterscheidet dich deiner Ansicht nach von den anderen DSDS-Gewinnern? Grundlegend denke ich, dass sich alle bisherigen Sieger voneinander unterscheiden. Fakt ist, dass ich durch diese Show professionell Musik machen wollte und das kann ich seit nun mehr als 1,5 Jahren. Meine Stimme hat einen einzigartigen Klang und darüber bin ich mir bewusst. Wichtig ist halt zu wissen, dass alles nach der Show erst losgeht und man gerade als Castingact unglaublich kämpfen und hart arbeiten muss. In der Branche wird einem wenig geschenkt.
DSC: In wie weit hast du dich seit deinem Sieg bei DSDS verändert? Würdest du sagen du hast dich weiterentwickelt? Ich habe mich enorm entwickelt, von dem verschlossenen, unsicheren Daniel ist heute nichts mehr zu sehen. Ich bin an meinen Aufgaben gewachsen und weiß was ich kann und das habe ich teilweise früher nicht so gesehen. Ansonsten bin ich aber gleich geblieben, habe meine alten Freunde und meine Eltern und Geschwister haben denselben wichtigen Stellenwert für mich, wie schon vor DSDS.
DSC: Hast du Angst irgendwann aus der Öffentlichkeit zu verschwinden, so wie ein paar der ehemaligen DSDS-Gewinner? Ich glaub mit der Angst lebt jeder Künstler , unabhängig davon, ob man ein Castingact ist oder nicht. Ich tue alles um weiter Musik machen zu können, dass steht fest.
DSC: Verfolgst du selbst noch Castingsendungen oder machst du um dieses Thema eher einen großen Bogen? Ich schau mir das alles immer noch an. Natürlich mit einer anderen Sichtweise, da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie es hinter den Kulissen läuft. Momentan bin ich vor allem von X-Factor sehr beeindruckt, weil dort der musikalische Aspekt stark im Vordergrund steht.
DSC: Wie ist das Gefühl dein neues Album endlich in den Händen zu halten? Ich bin einfach unglaublich stolz. Bei diesem Album steckt einfach Daniel Schuhmacher drin. Alle Songs wurden von mir ausgewählt und wir haben bis zur Fertigstellung ein dreiviertel Jahr gebraucht, weil wir einfach etwas kreieren wollten, dass sich einerseits von DSDS abhebt und andererseits mich als eigenständigen Künstler zeigt.
DSC: In welchen Punkten unterscheiden sich deiner Meinung nach deine beiden Alben voneinander? Das erste wurde schnell produziert und trägt Dieter Bohlens Handschrift. Beim zweiten haben wir mit verschiedenen Produzenten und Sounds gearbeitet um zu zeigen, dass ich vielseitiger bin, als man vielleicht nach dem 1. Album dachte.
DSC: Wie lange haben du und deine Produzenten an dem Album gearbeitet? Wie sehr durftest du dich selbsteinbringen? Wie oben schon mal gesagt ;-) ein dreiviertel Jahr. Ich konnte meine Ideen und meine Art und Weise wie ich die Songs singen wollte, 100% einbringen, was mir extrem wichtig war.
Meiner Meinung nach sind Castingshows verschriehen und wir werden von vielen nicht ernst genommen. Gerade bei diesen Menschen habe ich mit dem Album und dem neuen Sound nichts zu verlieren, sondern kann eigentlich nur gewinnen.
DSC: Das Video zu „Feel“, deiner aktuellen Single, spielt zum Teil in einem Freizeitpark. Wie seid ihr auf diese Location gekommen? Der Song hat in der Strophe vom Sound und der Message etwas Zerbrechliches, daher hat dieser zerstörte Park super gepasst. Da der Song im Refrain aufgeht und stark wird, haben wir dort auch den switch in die Jazzbar gemacht.
DSC: Welcher Song liegt dir auf deinem Album ganz besonders am Herzen und aus welchem Grund? „All we need is Love“ hat einfach eine tolle Message und soll die Leute dazu bringen darüber nachzudenken, wie selbstsüchtig die Gesellschaft heute zum Teil ist. „Running through the fire“ erzählt meine Geschichte. Jemand, an den wenige geglaubt haben, der vorher noch nie im Rampenlicht stand, beweist den Menschen das er es kann und rennt, wie der Titel schon sagt durchs Feuer um seinen Traum zu verwirklichen.
DSC: Wie wichtig sind dir Auszeichnungen? Ich habe dieses Jahr den VIVA COMET gewonnen. Da dies ein Zuschauerpreis ist, macht mich das stolz, weil es mir zeigt, wie sehr meine Fans hinter mir stehen. Preise bei denen eine Jury entscheidet sind ja auch immer etwas subjektiv und liegen mir daher nicht so extrem am Herzen.
DSC: Wann können dich deine Fans das nächste Mal auf der Bühne live erleben? Ist eine Tour in Planung? Ich mache im November eine intime Clubtour für meine Fans. Ein super Kontrast, nachdem ich letztes Jahr eine Hallentour gemacht habe. Termine findet man auf meiner Homepage www.daniel-schuhmacher-onstage.de
DSC: Was wünschst du dir für die Zukunft? Das ich noch viele Dinge die mit Musik zu tun haben machen kann und damit auch glücklich bin. Interessante Links: Daniel hat "Nothing to Loose" Livefotos von Daniel
Fotos: © Universal |
